Was geht in Sachen Nachhaltigkeit? Ob grosse Unternehmen wie Nike ihr Nachhaltigkeitsversprechen halten können, kann mithilfe von Impaakt aufgedeckt werden. Foto: Unsplash

So nachhaltig sind Apple, Nike und Co. wirklich

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Die Schweizer Webseite Impaakt vergibt Nachhaltigkeits-Noten an Unternehmen. Der Gründer des Tech-Start-ups Bertrand Gacon möchte aber mehr, als zu informieren – er will mithilfe der Crowd die Welt verändern.

Die Webseite des Schweizer Start-ups Impaakt weist aus, wie nachhaltig Unternehmen wie Apple, Nike oder Nestlé wirklich sind. Was beim Shoppen hilfreich sein kann, hat einen tiefgreifenden Hintergrund.

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Rund ein Viertel des weltweiten grenzüberschreitenden Vermögens wird in der Schweiz verwaltet. Dieses Geld beeinflusst auch die Zukunft unseres Planeten. Ein Bericht des Bundesamtes für Umwelt zeigt 2021 repräsentativ auf, wie klimaneutral der Schweizer Finanzplatz sein Geld verwaltet: Schweizer Banken und Pensionskassen investierten damals viermal so viel in Kohle- und Gas-Produzenten wie in Produzenten erneuerbarer Energie. Die Klimabewegung kam daher zum Schluss: «Der Finanzplatz ist der grösste Hebel, den wir klimapolitisch haben.»

«Unternehmen beeinflussen unsere Welt»

Impaakt-Gründer Bertrand Gacon (47) möchte diese Macht des Finanzplatzes im Sinne der Nachhaltigkeit nutzen. «Es ist an der Zeit, es anzuerkennen», schrieb er auf der Webseite von Impaakt: «Unternehmen beeinflussen unsere Welt.» 100 Unternehmen sind für 71 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich.

Auf der Webseite von Impaakt werden Unternehmen wie Apple, Nike oder Nestlé von der Crowd nach vorgegebenen Kriterien bewertet und von mehreren Hundert ausgebildeten Spezialisten analysiert. So erhält jede Marke eine Abschlussnote in Sachen Nachhaltigkeit, die sich ständig verändert. «Wie ein Aktienkurs», sagt Gacon. Und fügt an: «Es gibt natürlich kein Unternehmen, das nur Gutes oder nur Schlechtes tut.» Die Noten sollen als Entscheidungsgrundlage auf den Schreibtischen von Banken und Pensionskassen dienen, oder eben beim Online-Shopping.

Gründer des Tech-Start-ups Bertrand Gacon. Foto: Bertrand Gacon

Der Ex-Banker als Aktivist?

Dass Gacon in der Finanzbranche landete, ist dabei dem Zufall geschuldet: Auf einer Asienreise brauchte der damals Anfang 20-Jährige dringend Geld und die erste Firma, die ihn einstellte, war eine Bank. Gacon blieb. Und irgendwann realisierte er, dass er seinen Job nutzen will, um der Welt etwas zurückzugeben. Noch in Asien baute er eine Abteilung für nachhaltige Investments auf. Wurde aus dem Banker ein Aktivist?

«Aktivismus ist wichtig, um die nötige Veränderung herbeizuführen», sagt Gacon. Auch wenn er Optimist sei, machten selbst ihm die Berichte zur Klimakrise Angst. In diesen warnen Wissenschaftler, die Folgen des Klimawandels seien nicht vorhersehbar, wenn die globale Trendwende nicht bis zum Jahr 2030 gelinge. Sie sprechen von mehr Waldbränden, Überschwemmungen und Dürren. «Bei der Biodiversität ist es noch schlimmer», ergänzt Gacon. Doch er hat ein klares Ziel: «Die Welt meiner Kinder muss besser sein als meine.» Alles, was es dazu brauche, sei das nötige Wissen – und ein bisschen Mut.

Erste Veröffentlichung: 
1.7.2022
  |  Letztes Update: 
4.7.2022
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