Das Online-Tool zeigt, wo auf einem Grundstück Erdsonden installiert werden dürfen. Im roten Bereich ist es nicht erlaubt, im gelben muss es speziell abgeklärt werden.

Online-Tool zeigt, wo du Wärme fürs Heizen aus dem Boden holen darfst

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Das Bundesamt für Energie hat ein Online-Tool entwickelt, das zeigt, ob und wo Erdsonden auf dem eigenen Grundstück für eine Wärmepumpe installiert werden dürfen. Mancherorts gilt es, spezielle Auflagen zu erfüllen.

Zwar dürfen in die Jahre gekommene Öl- und Gasheizungen in der Schweiz derzeit noch ersetzt werden – doch eigentlich sind ihre Tage gezählt: Sie belasten die Umwelt massiv mit CO2 und günstiger werden Öl und Gas so bald wohl auch nicht.

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Sie könnten eines Tages auch ganz verboten werden: Der Kanton Zürich zum Beispiel hat mit dem neuen Energiegesetz bereits beschlossen, dass fossile Heizungen am Ende ihrer Lebensdauer durch klimaneutrale Heizungen ersetzt werden müssen. Öl- oder Gasheizungen in Neubauten sind grundsätzlich nicht mehr erlaubt.

Als Ersatz gefragt sind hierzulande vor allem Wärmepumpe-Heizungen. Allein im dritten Quartal 2021 nahmen die Verkäufe gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent zu. Manch ein Hausbesitzer oder eine Liegenschaftsbesitzerin liebäugelt dabei mit einer Erdsonden-Wärmepumpe, die die Erdwärme als Quelle nutzt.

Wo darf gebohrt werden?

Wer eine Erdsonden-Wärmepumpe installieren möchte, muss indessen einerseits über Land verfügen, andererseits auch die Möglichkeit und die Erlaubnis haben, zu bohren. Erdsonden werden nämlich 150 bis 200 Meter im Boden versenkt. Ein felsiger Untergrund kann das Vorhaben vorzeitig stoppen. Auch Leitungen können unter dem Grundstück verlaufen und das Bohren verhindern.

«Kann ich bohren?», lautet entsprechend die erste Frage, die sich Interessierte einer Erdsonden-Wärmepumpe stellen müssen. Diese Frage beantwortet die neue Website kann-ich-bohren.ch. Das Online-Tool wurde vom Digital Innovation Office (DO) und dem Dienst Geoinformation des Bundesamts für Energie in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Geofest erarbeitet. Es nutzt mehrere Datenquellen, darunter detaillierte Geoinformationen der Kantone und Daten von Swisstopo.

Der Kanton Bern weist exakt aus, wo gebohrt werden darf. Noch nicht alle Kantone verfügen über so genaue Daten.


Verlässliche Daten

«Die Daten sind verlässlich», sagt Martin Hertach, Leiter Dienst für Geoinformationen des Bundesamts für Energie dem hauseigenen Magazin Energeiaplus.com. Nach der Eingabe der genauen Adresse gibt das Tool Auskunft darüber, ob eine Bohrung möglich ist, spezielle Auflagen gelten oder eine allgemeine Bewilligung reicht. Eine kantonale Karte zeigt zusätzlich, wo genau auf dem Grundstück eine Bohrung möglich ist und wo sie nicht stattfinden kann. Ein Link führt zudem auf die entsprechende Webseite des Kantons. Einige Kantone verfügen indessen noch nicht über exakte Datensätze.

Das Tool werde laufend weiterentwickelt, ergänzt Matthias Galus, Leiter des Digital Innovation Office im Bundesamt für Energie, auf Energeiaplus.com. Die App richte sich nicht nur an Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, sondern auch an Energieplaner und Energieberaterinnen der Behörden.

Kurz: Das Tool ist der erste Schritt, um bei positivem Bescheid die definitiven Bewilligungen einzuholen, Fördergelder zu beantragen und schliesslich den alten Ofen durch eine moderne und CO2-freundliche Heizung zu ersetzen.

Erste Veröffentlichung: 
29.3.2022
  |  Letztes Update: 
30.3.2022
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